Wie nehmen uns Zeit für Sie
Wie nehmen uns Zeit für Sie 

Allgemeine Hinweise zum Ewerb im Rahmen einer Zwangsversteigerung
Abweichend vom normalen Verkaufsfall gilt es bei Zwangsversteigerungen einige Besonderheiten zu beachten, die hier in Kurzform und vereinfacht aufgezeigt werden.


Ort der Versteigerungen:
Die Versteigerungen finden im Gerichtssaal des jeweils zuständigen Amtsgerichts statt. Die Versteigerungen sind öffentlich. Jedermann hat Zutritt.


Bietstunde:
Die Versteigerung dauert mindestens 30 Minuten. Sie beginnt nach dem Verlesen des Grundbuchinhaltes sowie der Versteigerungsbedingungen.


Bieter:
Gebote darf jede uneingeschränkt geschäftsfähige Person abgeben, im Regelfall also Personen ab 18 Jahre. Gebote für Dritte ( auch für Ehepartner ) bedürfen einer notariellen Vollmacht. Jeder Bieter hat sich auszuweisen; im Regelfall durch einen Personalausweis.


Sicherheitsleistung:
Auf Antrag des Gläubigers ist nach Gebotsabgabe eine Sicherheitsleistung von 10 % des Verkehrswertes zu hinterlegen. Bargeld als Sicherheitsleistung ist ausgeschlossen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, den genannten Betrag an die Gerichtskasse zu überweisen, wenn Sie bei einer Zwangsversteigerung mitbieten wollen. Wird das Geld später nicht als Sicherheitsleistung benötigt, überweist es das Gericht unverzüglich nach dem Versteigerungstermin zurück. Weitere Formen der Sicherheitsleistung sind Bundesbankschecks oder Verrechnungsschecks, die von einem inländischen Kreditinstitut ausgestellt sind. Diese Schecks sind nur geeignet, wenn sie frühestens am dritten Werktag vor dem Versteigerungstermin ausgestellt sind. Auch Bankbürgschaften können als Sicherheitsleistung zugelassen werden.


Mindestgebote und Bietschritte:
Das Mindestgebot, ab dem ein Zuschlag erteilt werden kann beläuft sich im 1. Versteigerungstermin auf 50 % des Verkehrswertes. Auf Antrag eines Berechtigten erhöht sich dieses Mindestgebot, zu dem der Zuschlag im 1. Versteigerungstermin erteilt werden kann, auf 70% des Verkehrswertes. Das bedeutet nicht, dass ab diesen Größenordnungen in jedem Fall ein Zuschlag erteilt wird. Der Gläubiger kann bis zum Ende der Versteigerung das Verfahren einstellen lassen, den Zuschlag versagen, und einen neuen
Versteigerungstermin beantragen. Bei unbefriedigenden Geboten wird regelmäßig durch die Gläubiger hiervon Gebrauch gemacht. Eine Abstimmung mit dem, in der Versteigerung anwesenden Gläubigervertreter, ist deshalb in jedem Fall ratsam.


Zuschlag:
Nach Ende der Bietzeit erfolgt die Verhandlung über den Zuschlag. Hier kann der Gläubiger seine bereits genannten Rechte zur Zuschlagsversagung geltend machen. Andernfalls erhält der Meistbietende den Zuschlag. Mit dem Zuschlag geht das Eigentum an den Erwerber über.